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Hund der Pharaonen

Die Gelehrten sind sich heute noch nicht einig, ob der hundsköpfige Totengott Anubis in der Gestalt eines Schakals oder eines Hundes dargestellt worden ist. Hauck betrachtet ihn als Schakal, der aber später vom Hund abgelöst worden ist. Er schreibt in seiner Abhandlung über die Hunderassen im alten Ägypten (1941) : „Anubis, der Totengott, hatte die Gestalt eines Schakals, des Tieres, das nächtlicherweise auf den Begräbnisstätten herumhuschte. Er wurde immer liegend dargestellt. Schakale wurden häufig einbalsamiert. Vermutlich wurden sie zu diesem Zweck von den Priestern gezüchtet. Später wurden anstelle der Schakale Hunde genommen. Die Mumien stammten nicht von eingegangenen, sondern von getöteten, vermutlich erstickten oder vergifteten Hunden. Es handelt sich also in der Regel nicht um Pietät gegenüber einem geliebten oder verehrten Tier, sondern um religiös begründete Bestattungen“. Die Hunde waren die Wächter des Götterpaares Isis und Osiris. Verehrt wurden sie, weil sie Isis geholfen haben sollen, den Leichnam ihres Gatten Osiris zu suchen. Anubis hatte einen spitzen Kopf und sehr große, hoch aufgerichtete Ohren. Die Ähnlichkeit mit den heutigen „Pharaonenhunden“ ( Podenco Ibicenco, Kelb tal Fenek sowie Cirneco dell´Etna) ist groß und kann keineswegs nur Zufall sein.

Abbildung 1 : Jagdhunde werden dem Pharao als Tribut überbracht. Neben den Tesems sehen wir auch einen hängeohrigen Laufhund. Oben sind zwei Hyänen und ein Schakal. 5. Dynastie

Der Tesem

Die älteste bildliche Darstellung eines windhundartigen Hundes mit großen, aufrecht stehenden Ohren und einem Ringelschwanz fand man auf einer Schale in Oberägypten. Sie wird auf die Zeit zwischen 3800 und 3600 v. Chr. zurückdatiert. Diese Form des Hundes taucht dann auch später immer wieder auf Grabmalerein auf.

Ich zitiere Hauck: „Der am häufigsten und am eigenartigsten dargestellte, ja bis zur Verzerrung stilisierte Hund war ein mittelgroßer, dem afrikanischen Sluki bis auf die Stehohren der Form und Verwendung nach gleichzusetzender Windhund, Tesem, weiblich Tesemt, genannt. Wahrscheinlich um die Hochläufigkeit mehr zu betonen, zeichneten die altägyptischen Künstler den Brustkorb seichter, als dies in der heutigen Form des orientalischen Windhundes entspricht. Loret und Gaillard haben nach Skeletten aber festgestellt, dass auch der Tesem eine sehr tiefe Brust hatte. Der Bauch wurde sehr aufgezogen dargestellt, ein auch heute noch sehr kennzeichnendes Merkmal der flüchtigen Rennformen. Bei den heute lebenden insularen Windhundformen, Resten der altorientalischen Windhunde, wie C. Keller wohl mit Recht annahm, sehen wir die übergroßen Tulpenohren, auf die vielleicht sogar gezüchtet worden war, vergleiche die Hunde der Guanchen auf den Kanaren und die Podencos Ibicencos auf den Pityusen...

Die Rute wird meist sehr kurz, sehr hoch angesetzt, stark geringelt, ja sogar posthornartig auf der Kruppe gerollt, dargestellt. Doch gibt es auch Darstellungen, auf welchen sie lang und gestreckter erscheint.“

Abbildung 2 : Eine der ältesten Abbildungen eines ringelschwänzigen Windhundes aus Altägypten

Wo kommen die ägyptischen Windhunde her ?

Die bereits erwähnte Schale mit der ältesten Darstellung eines Tesem stammt aus der prädynastischen Amrah-Kultur in Oberägypten. Sie zeigt einen Jäger mit Pfeilbogen und vier Hunde mit Stehohren, Ringelschwänzen und auffallend stark aufgezogener Bauchpartie. Zwei der Hunde tragen eine Glocke am Hals. Die Freunde des Basenjis betrachten deshalb die heutigen mediterranen Windhunde als die Urahnen des Basenjis. Sie mögen insofern recht haben, als der Bsenji und die heutigen meditteranen Windhunde aus demselben Stamm hervorgegangen sind.

Nach Przezdziecki („Les Lévriers“, 1975) ist der Tesem nicht bei den Ägyptern, sondern bei den Nomaden im Sudan entsandten. Die Ägypter hätten es dann unternommen, aus diesen Nomadenhunden eine Rasse zu züchten. Ab 3000 v. Chr. sollen die Ägypter Windhunde aus dem Land „Punt“ (Somalia und arabische Küste), später auch aus Kreta und Griechenland eingeführt haben, die sie dann mit den einheimischen Tesem kreuzten.

Will man diesen Theorien Glauben schenken, so müssen die Vorfahren der heutigen mediterranen Windhunde im Gebiet des heutigen Sudan entstanden sein.

Reste der „Pharaonenhunde“ traf Siber auch an den Küsten Marokkos an. Er schreibt darüber: „Die Jagd gilt hauptsächlich den Sauen, Antilopen und Schakalen. Neben den Treibern werden auch inländische Hunde, die jagen, verwendet. Es sind dies leicht gebaute, hochläufige, pariaähnliche Tiere von roter Farbe, mit großen Stehohren, gerader Rute. Franz Krichler hat uns mit der nämlichen Form aus Spanien zuerst bekannt gemacht, sie heißt dort Podenco oder Lévrien de Malorka, sie findet in Portugal, aif den kanarischen Inseln, den Balearen Verwendung und ersetzt unsere Laufhunde. Eine Form sind die Charnigues der Franzosen, die in Südfrankreich, an der Mittelmeerküste, verwendet werden.“

Abbildung 3 : Oben : Jäger mit altägyptischen Windhunden (Tesems). 5. Dynastie, 2. Hälfte des 4. Jahrtausends v. Chr. Unten : Links faßt ein Tesem eine Hyäne beim Ohr, rechts reißt ein Tesem eine Antilope. 5. Dynastie

Windhund oder Laufhund ?

Bis zum Jahre 1987 führte die FCI die mediterranen Windhunde in der Gruppe der Laufhunde (ausgenommen den maltesischen Kelb tal Fenek, der von Anfang an den Windhunden zugeteilt worden war).

Es waren vor allem die Spanier, die daran festhielten, dass der Podenco Ibicenco ein Laufhund und nicht ein Windhund sei. Heute verstehen wir unter einem Laufhund einen spurlaut, auf einer „warmen“ Fährte jagenden Hund mit Hängeohren. Diesem Bild entsprechen jedoch die Abkömmlinge der ehemaligen „Pharaonenhunde“ in keiner Weise. Ihr Körper hat ausgesprochenes Windhundgepräge, sie haben große aufrecht stehende Ohren, und sie jagen weit mehr nach dem Gehör und dem Gesicht als mit der Nase und sie bellen nur, wenn sie das Wild auch sehen. Charakteristisch bei ihrer Jagdweise ist das Hochspringen aus dem Stand, was Laufhunde nie tun. Zudem zeigen die Podencos Ansätze zum Vorstehen (früher sollen sie weit mehr und länger vorgestanden haben), einige apportieren auch das gefangene Wild, Tätigkeiten. Die man Laufhunden nur schwer beibringen kann. Historisch gesehen lässt sich eine klare Trennung der Windhunde und der Laufhunde nicht eindeutig vornehmen. In seiner Abhandlung über die „Abstammung der ältesten Haustiere“, 1902, sagt C. Keller: „ In der allerengsten genetischen Beziehung zu den echten Windhunden stehen die Jagdhunde. Auch diese sind entschieden südlichen Ursprungs und treten zuerst in afrikanischem Gebiet auf. Die altägyptischen Wandmalereien lassen sozusagen Schritt für Schritt die Umwandlung der Windhunde in Jagdhunde erkennen. Viele ägyptische Jagdhunde wurden zwar hängeohrig abgebildet, besitzen im übrigen noch vollkommen windhundartigen Charakter, was uns ihren psychischen Charakter vollkommen erklärt.“

Jungkalus, Willmshaide, weist die mediterranen Windhunde den Bracken zu. Er nennt sie „Thutmosisbracken“ und schreibt in seiner etwas gewundenen und nicht immer leicht verständlichen Sprache: „ Die augenscheinliche Ähnlichkeit der südlichen Bracken mit Windhunden, mit denen sie in Altägypten in einem Zusammenhang angetroffen werden, der einen verwandtschaftlichen Grad irgendwie einschließt, lässt die Frage, ob die Bracken eine Urrasse seien, teils bejahen – sofern man den Ursprung der Rasse in die dunkelste Frühgeschichte zu verlegen hat – teils verneinen, sofern die Rassengruppe andere Rassengruppen voraussetzt, die sich am Aufbau beteiligt haben. Dass solche Rassenkomponenten der südlichen Bracken die Windhunde waren, scheint einer allgemeinen Annahme der Brackenkenner zu entsprechen.“

Nun findet man auf altägyptischen Wandmalereien sowohl Hunde vom Typ des Tesem wie auch solche vom Brackentyp. Erstmals dargestellt sind sie auf einer Schminktafel aus Schiefer aus dem Jahre 3200 v. Chr. Darauf sind drei hängeohrige Hunde mit Sichelruten abgebildet, die Antilopen (Rappenantilope, Oryxantilope und Kongoni) jagen. Die Hunde sind massiver gebaut als ein Tesem, vor allem fehlt ihnen die extrem aufgezogenen Bauchlinie. Später findet man beide Formen zusammen auf der gleichen Malerei.

Es scheint, dass im Alten reich (4220-2270 v. Chr.) und im Mittleren Reich ( 2100-1700 v. Chr.) der stehohrige Tesem vorgezogen wurde. Im Neuen reich tauchen dann die Brackentypen vor allem während der Thutmosis-Dynastie wieder vermehrt auf. Einige Autoren sehen in diesen hängeohrigen Jagdhunden die Vorläufer der orientalischen Windhunde (Sloughi und Saluki), andere, wie beispielsweise Jungkalus, sind der Meinung, es handele sich bereits um echte Laufhunde.

Wer nun recht hat, lässt sich nicht sagen, denn die Wandmalereien geben keinen Aufschluss darüber, ob die Hunde vorwiegend mit der Nase oder nach Windhundart vorwiegend mit dem Auge jagten.

Dass Hunde vom Typ des Tesem nicht nur in Altägypten heimisch waren, beweisen uns Abbildungen auf kretischen und griechischen Vasen. Die Minoer auf Kreta waren Seefahrer und unterhielten rege Handelsbeziehungen mit Ägypten; ihre Hunde zeigen große Ähnlichkeit mit dem ägyptischen Tesem. Stehohrige Windhunde gab es auch in Griechenland, sie waren vielleicht durch die Achäer , die in Griechenland eindrangen und auf Kreta die minoische Kultur zerstörten, auf das Festland gebracht worden. Sie wurden später durch die „Lakonier“ verdrängt, eine Windhundrasse, die offenbar mit den von Norden eingedrungenen Dorern nach Griechenland gekommen ist. Die „Lakonier“ hat der griechische Schriftsteller Xenophon als „mit kleinen, dünnen, behaarten Ohren“ und „einem langen geraden Schwanz“ beschrieben, sie unterschieden sich demnach deutlich von den altägyptischen und den kretischen Windhunden.



Abbildung 4 und 5 : Stehohrige “Kreter” und hängeohrige “Lakonier” wurden häufig mit Jagdszenen auf kretischen und greichischen Vasen abgebildet. (Aus “Windhund-Zuchtbuch”, Bd VI, 1931/32

Die Nachfahren des Tesems

Man nimmt an, die altägyptischen und kretischen Windhunde seien durch die Phönizier in die Länder um das Mittelmeer verschleppt worden, wo sie vor allem auf den Inseln in ihrer ursprünglichen Gestalt erhalten geblieben sind. Hauck meldet allerdings einige Zweifel an und sagt: „ Dass in solchen Mittelmeerrassen nur die ägyptische Laufhundeform zu erkennen ist, kann ich nicht unterschreiben. Jedenfalls bedarf es zur Lösung der Frage noch sehr genauer morphologischer uns osteologischer Untersuchungen an zahlenmäßig ausreichendem Stoff.“

Hunde des alten „Pharaonenhunde-Typs“ fand man (und findet man heute noch) auf den Balearen und Pityusen, auf den Kanarischen Inseln, auf Malta und Sizilien und früher auch in der Provence (Südfrankreich) und auf Kreta. Sie zeichnen sich alle durch eine große Ähnlichkeit aus, haben alle große, aufrecht stehende Ohren und stehen in ihrem Körperbau den Windhunden viel näher als den Laufhunden. Von den Windhundrassen weichen sie insofern ab, als sie nach Aussage aller Kenner eine vorzügliche Nase haben, die sie denn auch auf der Jagd im Gestrüpp gekonnt einsetzen. Sie verkörpern so in ihrer Jagdweise eine Mittelform zwischen Windhund und Laufhund.

Anerkannt sind heute:
der Podenco Ibicenco der Balearen und Pityusen
der Podenco Canario der Kanarischen Inseln
der Kelb talFenek oder Pharaonenhund aus Malta
der Cirneco dell Étna aus Sizilien
der Podengo Português

Von den zuletzt genannten sagt allerdings Rüdiger Daub (1979), dass sie die typische Windhundgestalt der übrigen Windhundrassen vermissen lassen und deshalb kaum in die Windhundfamilie eingeordnet werden können. Ebenso will er den bisher von der FCI nicht offiziell anerkannten PodencoEspanôl vom spanischen Festland nicht zu den „Pharaonenhunden“ zählen. Ausgestorben ist heute der ehemals in Südfrankreich heimische Charnaigue, auch Charnigue oder Charnaigre genannte Hund, der große Ähnlichkeit mit dem Podenco Ibicenco hatte und deshalb auch Chien des Baléares hieß.

Ob der Totengott Anubis in der Gestalt eines Hundes (Tesem) oder eines Schakals dargestellt worden ist, bleibt umstritten. (Holzplastik, lakoniert und vergoldet, aus dem Grab des Tutenchamun, 1347-1337 v. Chr., Neues Reich, Theben, Tal der Könige)
Quelle : Enyklopädie der Hunderassen, Band 2, Hans Räber
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